… an die Eltern

Wie ist es denn für die Eltern mit dem Wetter…?
Der Herbst hat uns wieder im Griff und wohl jeder hat schon eine kleine Schlammkugel auf zwei Beinen ins Auto gestopft. Ein Bericht macht die Runde, der von zweimal frischem Badewasser und Lehmkrusten an unaussprechlichen Stellen erzählt. Liebe „Neueltern“, verzweifelt nicht, packt euch eine Kiste ins Auto und ändert einige Gewohnheiten: Das Auto wird zum Beispiel nicht mehr ausgesaugt, sondern gelegentlich ausgeschaufelt. Es gibt einen Trost für die ganze „Schlammerei“: Ein ehemaliges Kindergartenmädel, das eigentlich in die Kategorie „Prinzesschen“ gehörte und sich nicht scheute, den Glanzlippenstift mit in den Wald zu nehmen, erklärte neulich einer erstaunten Zuhörerin, dass die schönste Zeit im Kindergarten die war, wenn es ordentlich regnete und man sich im Schlamm suhlen konnte, Schlammburgen und Staudämme baute und sich erst mittags zu Hause auf der kuscheligen Couch aufwärmte. Hier liegt der Punkt, weshalb man gerade auch die matschige Jahreszeit als Freund der Kinder sehen sollte: Mit Schulbeginn werden sie vermutlich nie wieder so regelmäßig und mit einer solchen Ausdauer in der Natur sein.

Wird Euch das nicht zu viel mit dem großen Engagement?
25 Std. im Jahr ist eine verschwindend geringe Zeit die scheinbar zusätzlich zu leisten ist. Außerdem ist man doch ohnehin 24 Std. am Tag mit seinen Kindern oder einem anderen Beruf beschäftigt. Also ist es doch egal ob man mit den Kindern zu Hause ist oder beispielsweise zusammen den Bauwagen putzt, ob man mit den Kindern Kaufladen spielt oder zusammen für den Kindergarten St. Martinsbrot bäckt. Es geschieht mit den Kindern und für die Kinder, …und obendrauf für viele andere Kinder auch.

Wie ist das Verhalten der Kinder am Nachmittag nach soviel frischer Luft?
Es ist, wie in allen anderen Kindergärten auch, völlig unterschiedlich. Mal total ausgeglichen und ein anderes mal schwerbeschäftigt mit irgend welchen Auseinandersetzungen, abhängig von der Tageslaune. Da ändert sich im Wald nichts, aber grundsätzlich kann man sagen, dass der offene Raum im Wald und die unmittelbare Nähe zur Natur den Kindern gut tut und ihnen Möglichkeit gibt sich auszudehnen. Die Natur unterstützt das Selbstverständnis der Kinder.